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Der Grund, weshalb deine Therapie scheitert

Hast du dich schon einmal gefragt, weshalb deine Therapie scheitert und die erwünschten Verbesserungen nicht eintreffen? In diesem Blogbeitrag erfährst du einen möglichen Grund dafür und was du dagegen tun kannst.

Deine Therapie scheitert, weil du den Nutzen des Symptoms nicht loslassen willst

Dieser Zusammenhang lässt sich am besten an einem Beispiel erklären, das ich selber bereits in meiner Praxis begleiten durfte. 

Die Klientin litt unter grossem Lern- und Prüfungsstress. Durch das Gespräch ist mir schnell klar geworden, was die Ursachen dafür waren: extremer Perfektionismus und Leistungsdruck, der aus dem Elternhaus kam. Als ich dies der Klientin vor Augen führte, löste das ein Dilemma in ihr aus: Auf der einen Seite, wollte sie den riesigen Lern- und Prüfungsstress auf ein tragbares Niveau senken, auf der anderen Seite, wollte sie ihren Perfektionismus aber beibehalten, da dieser sie relativ sicher zu den von ihren Eltern und ihr selbst erwarteten, hohen Leistungen führte. 

Erkennst du den Konflikt? Der Perfektionismus, der ihr ursprüngliches Problem verursacht hatte, brachte ihr gleichzeitig auch einen grossen Nutzen ein: Er half ihr dabei, konstant gute Leistungen zu erzielen. Diese Klientin wird ihren Stress erst dann langfristig in den Griff bekommen, wenn sie lernt, dem Perfektionismus nicht zwanghaft Folge zu leisten. Für Leute, die hohe Leistungen erbringen wollen, kann eine Prise Perfektionismus vielleicht hilfreich sein. Allerdings wird der Perfektionismus zum Problem, wenn er ausser Kontrolle gerät und man ihm wahllos ausgeliefert ist. 

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

Wichtig ist mir an dieser Stelle zu sagen, dass sich jeder Mensch in seinem Tempo entwickelt und das ist auch gut so. Vielleicht ist man an Tag X noch nicht bereit etwas loszulassen und das ist vollkommen in Ordnung. Der Zeitpunkt dafür wird dann einfach später kommen. 

In meiner Praxis lege ich viel Wert darauf, den Klient:innen den Raum zu geben, den sie brauchen, um sich in ihrer Wohlfühlgeschwindigkeit zu entwickeln. Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Im Gegenteil: Man beschädigt es dadurch viel eher. Dennoch ist es mir ebenso wichtig, meinen Klient:innen auch aufzuzeigen, in welchen Verstrickungen sie sich befinden, damit sie die Wahl haben, sich anders zu entscheiden. 

Solche Zusammenhänge können übrigens häufig auch bei Allergien, Krankheiten oder Süchten mitspielen.  

Was kannst du tun, damit deine Therapie ein Erfolg wird?

Solltest du schon länger das Gefühl haben, dass deine Therapie wirkungslos bleibt, dann frage dich einmal: 

Welche Vorteile bringt mir mein Symptom ein? Gibt es eine Alternative, die mir dieselben Vorteile einbringt ohne die belastenden Symptome mitauszulösen?

Falls du dir Unterstützung dabei wünschst, deine Verstrickungen zu entlarven und zu entschärfen, begleite ich dich in meiner Praxis unheimlich gerne. Schreibe mir dafür einfach eine kurze Nachricht. Ich freue mich auf dich!